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Hochauflösende Materialcharakterisierung und Technologie


Mitarbeiter

    Dr. A. N. Danilewsky,M. Kranz-Probst, L. Rees-Isele

Zur Charakterisierung sowohl von Volumen- bzw. Keimkristallen als auch von dünnen Epitaxieschichten stehen die folgenden Methoden zur Verfügung, die sich durch besonders hohe Orts- oder Winkelauflösung auszeichnen:

1. Ortsaufgelöste Photolumineszenz

Zur quantitativen Messung von Dotierstoff- bzw. Stöchiometrievariationen in Verbindungshalbleitern steht eine sowohl hoch orts- als auch hoch energieaufgelöste Photolumineszenzanlage zur Verfügung. Die Fokussierung des Ar-Laserstrahls erfolgt über eine Mikroskopoptik, die eine direkte Beobachtung des Meßortes erlaubt. Max. Wellenlängenauflösung: 0,01 nm, max. Ortsauflösung: 1 µm

2. Interferenzkontrast-Mikroskopie nach Nomarski

(Leitz Aristomet)

Ebenfalls zur Untersuchung von Dotierstoff- bzw. Stöchiometrievariationen, jedoch nach selektivem chemischen Ätzen wird die Interferenzkontrastmikroskopie eingesetzt. Hier können Oberflächenunebenheiten im Bereich weniger Nanometer sichtbar gemacht werden. Eine hochauflösende CCD-Kamera erlaubt eine digitale Bildaufnahme als Voraussetzung der elektronischen Bildverarbeitung.

3. Mehrkristall-Röntgendiffraktometrie

Zur röntgenographischen Charakterisierung der Güte des Kristallgitters und der Gitterfehlanpassung können basierend auf einem 4-Kristall-Monochromator (Si (111), Eigenbau) Rocking-Kurven unter 10 Bogensekunden Halbwertsbreite aufgelöst und nach der Bond-Methode Präzisionsgitterparametermessungen durchgeführt werden. Ergänzend können mit höherer Ortsauflösung besser als 1mm Rocking-Kurven mit einem BEDE Doppel-Kristall-Diffraktometer erstellt werden.

4. Laue Rückstrahl-Anlage

Diese Methode wird hauptsächlich zur Orientierung von Keim bzw. Substratkristallen eingesetzt. Ein spezielles Goniometer nach Eckerlin erlaubt dabei die Bestimmung der Verkippung von Netzebenen gegenüber der Oberfläche des Kristalls mit einer Winkelauflösung von 1 Bogenminute.

5. Rasterelektronenmikroskopie

Zur Untersuchung z.B. von Wachstumsflächen steht ein Zeiss DSM 960 Rasterelektronemikroskop (maximale Auflösung 5 nm) und ein LEO 1525 Feldemissionsraster-elektronenmikroskop (max. Auflösung 1,5 nm) zur Verfügung. Mittels Selected Area Channeling Pattern (SACP) können die Orientierung und eine Fehlorientierung von Kristallflächen mit einer Genauigkeit von ca. 0,5° bestimmt werden. Ein energiedispersives Röntgenanalysensystem (LINK) erlaubt die quantitative Analyse von Stöchiometrievariationen auch in großflächigen Kristallen bis ca. 15 cm Durchmesser.

6. Technologie

Zur Präparation von Halbleiter-Kristallen werden hochpräzise Innenloch bzw. Fadensägen eingesetzt. Zum Läppen und Polieren stehen mechanische, mechano-chemische und chemische Einrichtungen zur Verfügung.



 

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